Samstag, 26. Mai 2007

Regen


...Und wieder hat es geregnet... Und man fühlt, wie der Regen seine Entfernungen auf der Haut zurücklegt - Stück für Stück den Weg des Erdbodens sucht...
...Das hat irgend etwas Schauriges... Das sind Momente, die genießt man; die muss man mit niemandem teilen - man muss niemandem eine Erklärung ablegen, weshalb das ein oder andere jetzt so ist... Und doch gibt es jemanden, mit dem man diese Momente erlebt: Es schießen einem tausende Gedanken durch den Kopf... Und es gibt nichts Schöneres, als sich an einen Ort zu begeben, der einem Ruhe und Kraft spendet, Dinge zu durchdenken und sich über den Werdegang verschiedener Dinge bewusst zu werden.
...Da herrscht eine Atmosphäre - die ist unglaublich! ... Der Regen hat so etwas Magisches: Man weiß, weshalb es ihn gibt und man weiß auch, dass es nach jedem Regen einen Sonnenschein geben wird! ... Eine schöne Metapher; erinnert mich an mein eigenes Leben!
Und nicht zuletzt an meine erste Beziehung: Es sind einfach viele Dinge passiert, die zu einem Unwetter geführt haben... Und wie oft verspricht man sich und seinem Partner, dieses Unwetter vergehe schon bald... Und man steht vor der entscheidenen Frage: "Bin ich noch realistisch genug oder nicht?". Hat man die richtige Entscheidung getroffen, wenn man sich FÜR die Beziehung entscheidet und gegen eine vielleicht zu voreilige Kapitulation? Die Frage hat mich oft gequält... und wie oft habe ich Entscheidungen gefällt, die ich im Nachhinein bezweifelt vielleicht sogar bereut habe? Man hat sich doch selbst aber oft nach dem Sinn dieser Beziehung gefragt! Und man weiß, dass man den anderen liebt! Da werden Entscheidungen doch nicht bereut! Man handelt aus Liebe - das MUSS doch richtig (gewesen) sein!?
... Schnell musste ich lernen, dass der Blick für die Realität nur allzu oft schwindet... und das Schlimme daran: Man merkt es gar nicht! Anfangs noch sprach man von der bekannten "rosaroten Brille", später dann von "Gewohnheit" und einem "nicht anders Kennen".
Es ist schwer, in den Spiegel zu gucken und sich ehrlich die Frage nach dem Sinn und der Entscheidungswahl zu beantworten.
Ist man zu egoistisch, wenn man sich fragt: "Welchen Wert hat diese Beziehung noch für mich?" , "Was gibt mir diese Beziehung?". Ist man nur ein Teil des Ganzen und sollte lieber Entscheidungen gemeinsam besprechen oder ist man im Endeffekt doch auf sich allein gestellt und sollte, vielleicht auch ein Stück weit egoistisch denkend, sich selbst in den Vordergrund rücken? Ich sage ja zur letzeren Aussage!
Eine Beziehung sollte niemals eine Aufgabe des eigenen Ichs und des sich Fügens meinem Gegenüber bedeuten! Ich bin ich und das sollte auch so bleiben. Mein Partner kann sich schließlich glücklich schätzen, mit mir zusammen zu sein! Zusammen sein - das heißt: Kompromisse eingehen, füreinander dazusein und sich ergänzen... Und nicht: Ich ordne mich unter und tu alles für meinen Partner, damit er auf ewig bei mir bleibt!
... Man könnte jetzt sagen, ich rede mir etwas positiv, aber ich bin doch der Ansicht: Fehler sind da, um begangen zu werden; wie alles andere im Leben auch! Wie soll ich denn auch wissen, wer der/die Richtige für mich ist, wenn ich keine Erfahrungen gesammelt habe? Wie soll ich die EINE Beziehung durchstehen können (Denn: Machen wir uns nichts vor - eine Beziehung ist nicht immer nur gut Kirschen essen), wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt (es klingt schlimmer, als es ist ^.^) und ich nicht mit verschiedenen Dingen umzugehen weiß!
Ich bin froh über die Erfahrungen, die ich gesammelt habe - bin der Meinung, nichts falsch, sondern "nur" nicht richtig gemacht zu haben und stehe hinter jeder von mir getroffenen Entscheidung. Ich weiß, dass ich oft zugunsten meines Partners und mir gehandelt habe - aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man an einer Beendigung nicht mehr vorbeikommt.
Es ist für beide Parteien (in diesen Zeilen sachlich zu werden, empfinde ich für mehr als angebracht) das Beste - und wäre bei einem Fortgang nur eine Qual!
Und für Nikita an dieser Stelle: Danke für die schöne Zeit! Ich hoffe, es geht dir gut! Behalte immer deine Ziele im Auge und vergiss nie, auch mal nach rechts und links zu schauen!
... Es zieht ein Gewitter auf! Und das ist es nun, worum ich mich jetzt kümmer!
Lasst euch eins sagen: Es gibt nichts, was falsch ist: Nur ist es eben nicht richtig! Bedenkt jede Entscheidung, die ihr treffen wollt, genau - wer hinter seinen Entscheidungen nicht steht / unsicher ist, der wird niemals den richtigen Weg finden! Es ist wichtig, dass man sich Zeit gibt und nicht drängen lässt!
Fazit: Ich schau nach vorn und lasse Altes ruhen und... atme auf...!
Es blitzt...

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