Montag, 27. Oktober 2008

"Lo verficktes L"



Es ist Montag... und gegen 22:15 Uhr heißt es wie jede meiner vergangenen Wochen "Californication-Time" ...

Und weil RTL II die Menschen mit dieser äußerst interessanten Sendung beglückt, sehe ich mich gezwungen, wieder regelmäßig meine beliebten Blogs zu pflegen.



Und da ich eben 45min in einer Welt von Sex, Alkohol, Differenzen zwischen Mann und Frau, Glück und Pech, Ironie und Depression gelebt habe, wird sich auch mein heutiger Blog mit all den Fragen, die das Leben stellt, beschäftigen...






"LO verficktes L" ... Ach, herrlich, als David diesen Satz von sich lies. Ein Mix vulgären, provokativen und extremen Hintergrunds... Das Internet beschäftigt heutzutage jeden Bereich: Geschäftsleute, Privatmenschen, ... Aber die Kommunikation ist jedes Mal eine andere. Erst letztens habe ich einen Bericht gesehen, über welch dubiose Abkürzungen Kinder, Jugendliche und Jungerwachsene verfügen... Einerseits lacht man, und trotzdem beinhaltet auch mein Wortschatz "lol" , "kp" oder "rofl" ... Da stellt man sich doch die Frage nach dem Grund dieser, meiner Meinung nach, Negativentwicklung... Aber es hat eben alles seinen Sinn: Heutzutage muss eben alles schnell gehen; der Mensch von Welt hat keine Zeit mehr für lange Verhandlungen: Kurz und bündig soll es sein. Dass auch ich diesem Negativtrend folge, macht mir zunehmend Angst. Ich, als diejenige, die nie genug reden kann und die sich ständig als Verfechter der guten alten deutschen Sprache in Schrift und Sprache sieht... Der Mensch mit all seinen Facetten - herrlich. Tagtäglich begegne ich den verschiedensten Leuten. Und immer wieder leider auch solchen, die ihre Prioritäten im Leben ganz anders setzen als ich. Entschuldigt, wenn ich in diesen Zeilen arrogant oder egoistisch klinge, aber ich frage mich doch, weshalb der ein oder andere seine Entscheidungen von Belanglosigkeiten abhängig macht. Ich kann an der Stelle kein Beispiel nennen, da ich niemandem zu nahe treten oder ihn gar verletzen möchte.


Aber back to the roots: "Californication". Eine Sendung, die vermeintlich leicht gestrickt zu sein scheint, allerdings so sehr gespickt ist von Tiefgründigkeiten, dass ein Normaldenkender sicher nicht mitkommen würde... ^^ Da gibt es einen Mann, der seine Zigarette kaum lässiger rauchen und seinen Whiskey lockerer trinken könnte, als er. Bestickt mit einem Höchstmaß an Coolness, das wohl kaum zu übertreffen ist. Im Internet habe ich einmal gelesen "Californication: Das neue Sex and the City für den Mann" und trotzdem fühle ich mich als Frau angesprochen. Wieso? Weil es genau die Art von Mann zeigt, die mich interessiert? Ein Mann, der sein Leben lebt wie er es will und dabei mehr oder weniger rücksichtslos handelt? Ein Mann, der seine Ex-Frau nach wie vor liebt und mit einer anderen vögelt, bei der er weiß, dass sie, dumm wie sie ist, früher oder später in ihr Verderben laufen wird, weil sie glaubt, ihr Angebeter würde seine Frau für sie verlassen. Der warmherzig seine Tochter großzieht und während eines Radiointerviews trinkt? Die Sendung fesselt mich und ich kann nicht sagen, woran es liegt. Vielleicht, ganz einfach, weil die Rolle des Hank Moody, dieselbe Leidenschaft teilt wie ich: Schreiben, was man denkt. Bewerten ohne Rücksicht auf Verluste. Und das Eingehen der zahlreichen Risiken, die solche Blogs mit sich tragen, wenn sie veröffentlicht werden. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass "Californication" viele, aber mir nach wie vor trotzdem noch zu wenige, Sexszenen zeigt und mein Underfucked-Dasein ein wenig angenehmer macht...

Es ist ein ständiges Spiel zwischen Mann und Frau. Gibt es die wahre Liebe? Gibt es sie nicht? Kann man das Leben planen? Hat das Spiel seine eigenen Regeln? Hat Gott uns unser Schicksal bereits vorbestimmt? All diese Fragen beschäftigen mich mehr oder weniger tagein, tagaus. Und die besten Beispiele bringt mein eigenes Leben und die immer wiederkehrende Frage nach dem Sinn, der Zukunft, dem Handeln in der Gegenwart, das Erlebte in der Vergangenheit.

Und ich sage "JA" zum Leben - das Leben, das ein jeder von uns führt und das uns jeden Tag aufs Neue zeigt, dass man nichts Planen kann. Nicht wirklich.

Jeder Mensch meint, weil er ein Teil dieser Erde ist, sei er auch gleichzeitig der Mittelpunkt dieser Erde. Aber, liebe LeserInnen, dem ist leider nicht so. Und auch, wenn mein Geschriebenes oft einen kleinen Geschmack von Arroganz und Egoismus aufweist... Ich habe mir jetzt eine Zigarette genommen, werde genüsslich eine rauchen und mir Gedanken um meinen nächsten Blogeintrag machen, vielleicht noch ein wenig mit Martha über die Welt und die Menschen diskutieren und schlafen gehen. Und in den nächsten Tagen werdet ihr mit Sicherheit wieder einen gewohnten Blogeintrag finden, der von mehr Hintergründen und expliziteren Aussagen gespickt sein wird, als heute. Denn ich habe mir, wie sooft, viel vorgenommen und im Endeffekt konnte ich keine meiner 1.000 Gedanken ordnen, weswegen ich mit einer Weisheit schließe:

"Whine is fine, but whiskey is quicker"


In diesem Sinne ... Adieu :) (und nicht vergessen: "Nip/Tuck" ist mind. genauso interessant: Also Fernbedienung in die Hand nehmen und auf Sat1 schalten :-) "






Dienstag, 10. Juli 2007

Freunde kommen und gehen?




Nicht erst in den letzten Tagen und Wochen - schon etliche Zeit beschäftigt mich das Zitat eines Bekannten: "Freunde kommen und gehen".

Stimmt das? Treten Menschen in unser Leben ein und schwinden ebenso schnell wie sie gekommen sind? Sind unsere sogenannten Freunde nur Begleiter verschiedener Lebensabschnitte oder doch treute Gefährten bis ans Ende unserer Tage!?


Lernen wir Menschen kennen, lernen wir aus ihren Geschichten, um irgendwann den Weg allein weiterzugehen?

Nicht erst vor wenigen Tagen musste ich feststellen: Freunde kommen und gehen. Jeder Mensch wächst mit ihnen auf und jeder Mensch brauch sie: Freunde. Und doch ist man im Endeffekt immer man selbst (so sollte es jedenfalls sein) und befreundete Frauen und Männer bilden nur gewisse Einflüsse, positiver oder negativer Art, die uns zu dem machen, was wir irgendwann zu sein meinen.

Die nächste Frage, die es zu klären gilt, richtet sich nunmehr danach, was eigentlich ein FREUND ist - was macht ihn aus und wen kann ich einen Freund nennen? Ganz klar: Er ist der Retter in der Not, dem man sogar über seinen Darminhalt informiert, dem man vertraut und der einem beweist, dass man auf ihn zählen kann - egal, ob Tag oder Nacht!

Ist eine Freundschaft zwischen zweier Menschen nur ein Muster ohne Wert? Ein Muster, das jeder von uns lebt, das aber irgendwann an Wert verliert? Ich denke: Ja! Es gibt Menschen, auf diesem Planeten, die haben mir in so mancher Not geholfen; ein Ohr für mich offen gehabt - unabhängig von der Tageszeit. Und doch gingen wir getrennte Wege - haben irgendwann feststellen müssen, dass das Leben nicht denselben Weg für uns offen zu halten scheint.

Ich bin der Meinung, dass man schnell an Menschen gerät, die mich eine "gute Freundin" nennen - und das manchmal schon nach wenigen Wochen oder Monaten!! Geht das überhaupt? Kann man einen Menschen als seinen Freund bezeichnen, obwohl die Zeit des Kennens nicht mal annähernd ausreichen würde, um über das Leben des anderen ALLES erzählt zu bekommen!? Sind manche Menschen in unserer Gesellschaft so oberflächlich geworden, dass sie wegen banalen Dingen, einen Menschen ihren FREUND nennen!? Ich denken: ja! Und allein das ist schon ein Grund, den ein oder anderen Blick mehr auf einen Menschen zu richten, der gewisse Basen aufweist, mein Freund zu werden!

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass unsere Gesellschaft nur so geschmückt ist von Menschen, denen du mal ein Eis ausgibst und sie würden dir deine verdammten Zehen küssen! Das ist nicht nur traurig - das ist zum Heulen! Ich habe auf verschiedenen Community-Seiten feststellen müssen, dass es mehr als nur einfach ist, mit wenigen und teilweise aufreizenden Bildern, die Menschen um den Finger zu wickeln - ein wenig Intelligenz und Rechtschreibskenntnisse dazu und du kannst sie alle haben!! Du meinst, das klingt abgedroschen!? Ist es auch! *haha*

In genau 14 Tagen werde ich 20 und wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe, dann ist es Folgendes: Glaub an dich selbst, trau nur dir selbst und durchleuchte die Menschen, bevor du zulässt, dass sie dich beeinflussen!

In diesem Sinne: Au revoir madames et monsieurs!

I'll be with ya!!

Sonntag, 1. Juli 2007

Believe in your dreams!


Believe in your dreams, Верьте в ваших сновидениях, Credi nei vostri sogni, Crea en sus sueños, あなたの夢を信じなさい, Glaube an deine Träume!



Er klingt aus jedem Mund anders, und doch hat er denselben Sinn: Believe in your dreams - glaube an deine Träume!

Es gibt Momente im Leben, da ist man so unschlüssig, was bevorstehende Entscheidungen oder andere Situationen betrifft und man neigt sehr schnell dazu, voreilig oder unkontrolliert zu handeln, weil man den Blick für das Richtige zu vergessen scheint...
Und dann gibt es Momente im Leben, in denen man sich besinnt; zur Ruhe kommt. In denen man wieder weiß, wer man ist und welche Ziele man hat und wie man sie zu realisieren weiß!

Und doch sollte man sich darüber bewusst sein, dass beide Momente zum Leben dazugehören und gerade diese dafür verantwortlich sind, dass man sein Leben meistert und neben einigen Tiefschlägen, die jeder Menschen einstecken muss, seinen Weg sicher geht!
Es hat lange gedauert, bis ich das akzeptiert habe, dass man mal nicht so glänzt, wie man es vielleicht sonst gewohnt ist; dass es Momente gibt, in denen man zu kippen droht; zu schnell kapituliert... Man hat Angst jemand zu sein und doch ein niemand zu sein. Wer bin ich? Was will ich? Diese Frage(n) stelle ich mir oft und ich weiß doch: "Believe in your dreams" und die Antworten sind schnell gefunden!

Ich weiß, dass ich irgendwann meinen Weg gehe - und niemand wird mich davon abhalten können! Ich habe bis jetzt in meinem Leben verdammt viele Erfahrungen sammeln können - negative als auch positive und bin dennoch überrascht, welch unerwartete Dinge das Leben für mich ständig offen hält... Immer wieder überrascht mich mein eigenes Leben - zeigt mir, dass ich auch "anders kann". Bedeutet also, dass ich auch mal so reagiere, wie es ein anderer vielleicht nicht von mir erwartet hätte - aber das ist gut. Das ist sogar richtig gut. Ich würde es nicht mögen, wenn mich ein anderer Mensch durschauen könnte oder gar voraussehen könnte, wie ich in bestimmten Situationen vielleicht agieren würde! Im Falle eines Falles bin ich so oder so allein auf mich gestellt - und es gibt immer wieder Momente, in denen kein Freund, kein Bekannter helfen kann! Ich kenne mich selbst am besten und ich weiß, was ich will - und niemand anderes!

Manch einer würd jetzt vielleicht sagen: "Na die ist ja eigensinnig - die hat doch nur Angst, dass ihr jemand zu nahe treten könnte und ihr ganzes Schema des Zielverfolgens wäre dahin". Nein, meine Lieben, die sich in den eben geschriebenen Worten eventuell wiedergefunden haben: So ist es nicht. Der eine sei nun enttäuscht, der andere verwirrt :-)

Den richtigen Weg im Leben finden - das ist ein ständiger Prozess, der wohl bis ins hohe Alter, Gesetz dem Falle, dass ich überhaupt ALT (means 80-100years) alt werde, dauert. Und auf dem Weg zu meinem Ziel, alt und glücklich zu sein, werde ich ständig neue Menschen kennenlernen, bittere und schöne Erfahrungen machen, fremde Kulturen erforschen und das Leben genießen und immer wieder Orte aufsuchen, an die ich mich zurückziehen und "Ich" sein kann!

Und dabei vergessen werde ich nie: "Believe in your dreams"! Und ich werde es schaffen...!!

Und heute ist einer der Tage, die ich einfach nur an mir passieren lasse, an denen ich keine großen Schritte wage, im Bett liege und mich gehen lasse; ein Bad nehme, Kerzen anzünde und den Moment genieße.

Danke, dass es mich gibt und dass ich Teil eines riesen Prozesses bin, der eine ständige Gradwanderung zwischen Traum und Realität in sich birgt!

I am what I am and what I am needs no excuses!

Donnerstag, 31. Mai 2007

Entfernte Welt...




... Es ist 22 Uhr und ich sitze, wie immer in der Nähe des Fensters, an meinem Laptop und höre einen Zug vom nicht weit entfernten Bahnhof über die Gleise rollen... Gleisabschnitt für Gleisabschnitt kommt er seinem Zielbahnhof Stück für Stück näher...




In diesen Augenblicken denkt man sich: "Weg von hier" , "Hinaus in die Ferne" , "Weg vom stressigen Alltag und hin zum Paradies".


Was ist das Paradies? Bedeutet PARADIES schlicht weg Freiheit, Unabhängigkeit und Gleichheit... Toleranz, Akzeptanz und Frieden? ... Frieden im eigenen Leben für sich und seine Familie und Freunde oder für die ganze Welt? Welche Antworten würde ich auf die Frage hin geben, wie ich mir das Paradies vorstelle? Ein Ort, an dem alle Menschen glücklich sind, oder an dem ich einsam und abgeschotten von der Außenwelt ohne Stress leben darf.


Ich glaube, letzteres wäre im Moment mein wohl einziger Gedanke..!!




Es gibt Tage, die möchte man einfach aus dem Kalender streichen; einfach vergessen. So tun, als hätte es sie nie gegeben... Aber so geht es nun mal nicht. Manchmal hat man das Gefühl, es steige einem alles über den Kopf und niemand könne einem dabei helfen.


Aber ich habe Freunde und ich liebe sie sehr.


Da ist zum Beispiel meine beste Freundin Caro: Ein verrücktes Huhn; trotzdem lieb, einfühlsam und immer für mich greifbar, wenn ich sie brauche. Ich kann mich an keine einzige Sekunde erinnern, in der sie nicht für mich da gewesen wäre/nicht hinter mir gestanden hätte! An dieser Stelle: Ein dicker Schmatzer in mein persönliches schönstes Bundesland der Welt: Das Saarland *Kuss Kuss*


Dann gibt es da noch den Scholli aka Michaeeeeel :-) Ein fleißiger Student, der stets sein Ziel im Auge behält und trotzdem auf dem Teppich bleibt. Tüchtig und ehrlich - so kennt man ihn. So kenn ich ihn! Ich mag ihn wirklich sehr und möchte auf seine Meinung kaum verzichten wollen! Und lass ich mal wieder "Aggro-Ari" raushängen, weil mir mal wieder nix in den Kram passt (Den Namen erhielt ich im Übrigen von ihm), so holt er mich laaaangsam aber sicher in die Realität zurück... Hätte ich ihn nicht, stünde ich schon längst ohne den ein oder anderen geliebten Freund da... ARI - BEHERRSCH DICH MAL *lach*


... Ach ja - die Nicole! Kennengelernt haben wir uns nach meinem Umzug in Richtung Hauptstadt auf dem Wirtschaftsgymansium. Eine echt aufgedrehte, aber himmlische Persönlichkeit!! Leider musste sie schon die negativen Seiten meiner Persönlichkeit deutlich zu spüren bekommen - und trotzdem haben wir irgendwo zusammengehalten und ich denke schon, dass wir beide wissen, was wir einander haben. Ich erinnere nur kurz und zu gern an eine Situation, als mein ehemaliger Freund und ich uns getrennt hatten... Irgendwann einmal erwähnte ich nämlich, dass ich total auf Katzenpfötchen von Katjes stünde - diese nur zu oft als Nervennahrung zu mir nehmen würde. Dies sah sie als Anlass, mich in der schweren Zeit der Trennung zu untersützen, indem sie einfach vor meiner Haustür stand und für mich da war. Das werde ich ihr wirklich nie vergessen.... Sie merkt auch sofort, wenn ich geweint habe - und da kann ich es noch so sehr verstecken! Means: Bis hugs und weiterhin so viele Insider für uns beide!! Schön, dass es dich gibt!




... Aber bleibe ich in den vier Wänden: Da ist meine liebe Mami und meine Sis Corinna :-) Beide ziemlich zickige Menschen, aber naja... Was will man machen in so einem Frauenhaushalt, in dem jeder auf gewisse Art und Weise funktionieren muss, nicht wahr? Es gibt gern Streitigkeiten, aber die vermag wohl jeder ab und zu auszutauschen :-)




... Es gibt weiterhin noch viele Menschen, die mir sehr am Herzen liegen: Da sind u.a. Martha (ebenfalls aus dem Saarland) und den lieben Culle, der mich schon in mancher schwerer Stunde vor einer Kapitulation bewahrt hat!




... Und doch gibt es manchmal diese Stunden, in denen man trotz der (noch vielen anderen) lieben Menschen allein sein möchte... Niemanden hören oder sehen will - einfach nur genervt ist.


Am liebsten wäre ich eben auf den Zug gesprungen und dorthin mitgefahren, wohin mich das Schicksal führt...




... Und dann wach ich auf und bemerke: Alles nur ein Traum!




... Wer wiegt mich wieder in den Schlaf!??!




Samstag, 26. Mai 2007

Regen


...Und wieder hat es geregnet... Und man fühlt, wie der Regen seine Entfernungen auf der Haut zurücklegt - Stück für Stück den Weg des Erdbodens sucht...
...Das hat irgend etwas Schauriges... Das sind Momente, die genießt man; die muss man mit niemandem teilen - man muss niemandem eine Erklärung ablegen, weshalb das ein oder andere jetzt so ist... Und doch gibt es jemanden, mit dem man diese Momente erlebt: Es schießen einem tausende Gedanken durch den Kopf... Und es gibt nichts Schöneres, als sich an einen Ort zu begeben, der einem Ruhe und Kraft spendet, Dinge zu durchdenken und sich über den Werdegang verschiedener Dinge bewusst zu werden.
...Da herrscht eine Atmosphäre - die ist unglaublich! ... Der Regen hat so etwas Magisches: Man weiß, weshalb es ihn gibt und man weiß auch, dass es nach jedem Regen einen Sonnenschein geben wird! ... Eine schöne Metapher; erinnert mich an mein eigenes Leben!
Und nicht zuletzt an meine erste Beziehung: Es sind einfach viele Dinge passiert, die zu einem Unwetter geführt haben... Und wie oft verspricht man sich und seinem Partner, dieses Unwetter vergehe schon bald... Und man steht vor der entscheidenen Frage: "Bin ich noch realistisch genug oder nicht?". Hat man die richtige Entscheidung getroffen, wenn man sich FÜR die Beziehung entscheidet und gegen eine vielleicht zu voreilige Kapitulation? Die Frage hat mich oft gequält... und wie oft habe ich Entscheidungen gefällt, die ich im Nachhinein bezweifelt vielleicht sogar bereut habe? Man hat sich doch selbst aber oft nach dem Sinn dieser Beziehung gefragt! Und man weiß, dass man den anderen liebt! Da werden Entscheidungen doch nicht bereut! Man handelt aus Liebe - das MUSS doch richtig (gewesen) sein!?
... Schnell musste ich lernen, dass der Blick für die Realität nur allzu oft schwindet... und das Schlimme daran: Man merkt es gar nicht! Anfangs noch sprach man von der bekannten "rosaroten Brille", später dann von "Gewohnheit" und einem "nicht anders Kennen".
Es ist schwer, in den Spiegel zu gucken und sich ehrlich die Frage nach dem Sinn und der Entscheidungswahl zu beantworten.
Ist man zu egoistisch, wenn man sich fragt: "Welchen Wert hat diese Beziehung noch für mich?" , "Was gibt mir diese Beziehung?". Ist man nur ein Teil des Ganzen und sollte lieber Entscheidungen gemeinsam besprechen oder ist man im Endeffekt doch auf sich allein gestellt und sollte, vielleicht auch ein Stück weit egoistisch denkend, sich selbst in den Vordergrund rücken? Ich sage ja zur letzeren Aussage!
Eine Beziehung sollte niemals eine Aufgabe des eigenen Ichs und des sich Fügens meinem Gegenüber bedeuten! Ich bin ich und das sollte auch so bleiben. Mein Partner kann sich schließlich glücklich schätzen, mit mir zusammen zu sein! Zusammen sein - das heißt: Kompromisse eingehen, füreinander dazusein und sich ergänzen... Und nicht: Ich ordne mich unter und tu alles für meinen Partner, damit er auf ewig bei mir bleibt!
... Man könnte jetzt sagen, ich rede mir etwas positiv, aber ich bin doch der Ansicht: Fehler sind da, um begangen zu werden; wie alles andere im Leben auch! Wie soll ich denn auch wissen, wer der/die Richtige für mich ist, wenn ich keine Erfahrungen gesammelt habe? Wie soll ich die EINE Beziehung durchstehen können (Denn: Machen wir uns nichts vor - eine Beziehung ist nicht immer nur gut Kirschen essen), wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt (es klingt schlimmer, als es ist ^.^) und ich nicht mit verschiedenen Dingen umzugehen weiß!
Ich bin froh über die Erfahrungen, die ich gesammelt habe - bin der Meinung, nichts falsch, sondern "nur" nicht richtig gemacht zu haben und stehe hinter jeder von mir getroffenen Entscheidung. Ich weiß, dass ich oft zugunsten meines Partners und mir gehandelt habe - aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man an einer Beendigung nicht mehr vorbeikommt.
Es ist für beide Parteien (in diesen Zeilen sachlich zu werden, empfinde ich für mehr als angebracht) das Beste - und wäre bei einem Fortgang nur eine Qual!
Und für Nikita an dieser Stelle: Danke für die schöne Zeit! Ich hoffe, es geht dir gut! Behalte immer deine Ziele im Auge und vergiss nie, auch mal nach rechts und links zu schauen!
... Es zieht ein Gewitter auf! Und das ist es nun, worum ich mich jetzt kümmer!
Lasst euch eins sagen: Es gibt nichts, was falsch ist: Nur ist es eben nicht richtig! Bedenkt jede Entscheidung, die ihr treffen wollt, genau - wer hinter seinen Entscheidungen nicht steht / unsicher ist, der wird niemals den richtigen Weg finden! Es ist wichtig, dass man sich Zeit gibt und nicht drängen lässt!
Fazit: Ich schau nach vorn und lasse Altes ruhen und... atme auf...!
Es blitzt...